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Loris Baz: „In Aragon kämpfen wir vorn!"

Thursday, 20 March 2014 10:00 GMT

Baz will den Schwung nach Spanien mitnehmen.

Kawasaki Racing Team Pilot Loris Baz liegt in der eni FIM Superbike Weltmeisterschaft nach dem ersten Saisonlauf auf dem zweiten Rang. Auf Phillip Island war er mit den Rängen fünf und zwei stark in die Saison gestartet. Der Franzose lag noch nie zuvor so gut Platziert in der Meisterschaft, unterstreicht aber, dennoch keinen Druck zu spüren.

Du hattest beim Auftakt in Australien keine leichte Woche, aber am Ende hast du ganz ordentliche Resultate zusammenbekommen. Wie siehst du deinen Saisonstart 2014?
„Ich bin sehr zufrieden, wie wir in diese Saison gekommen sind, denn es sah vor den Rennen nicht wirklich so gut aus. Unsere Tests waren spitze gelaufen, aber als wir nach Phillip Island kamen, lief es doch irgendwie schwer. Ich bin Anfang der Woche drei Mal gestürzt und am Freitag war das Vertrauen ein wenig weg. Am Samstag haben wir das wieder gefunden, auch wenn ich in der Superpole nicht wirklich stark unterwegs war. Trotzdem konnten wir am Renntag die Performance noch mal anziehen. Wir haben im ersten Rennen nicht den richtigen Reifen drauf gehabt, aber im zweiten Lauf einen guten Start erwischt. Dort sind wir wieder auf das Level der Saisonvorbereitung gekommen. Am Ende war es alles gut. Es ist schade, dass wir während der Woche diese Probleme hatten, aber ich bin froh, dass es in den Rennen so gut gelaufen ist.“

Hattest du erwartet, um das Podest kämpfen zu können?
„Als wir ganz am Anfang nach Australien kamen, dachte ich das schon. Nach all der harten Arbeit im Winter wusste ich, dass wir das Level für das Podest haben. Wir mussten nur alles zusammenbringen. Es war am Anfang der Woche etwas schwierig, denn wir hatten diese drei Stürze, alle ohne Vorwarnung. Jetzt wissen wir, warum wir gestürzt sind, aber dort war das nicht einfach. Ich hatte Glück, dass ich mich nicht verletzt habe und am Freitag dachten wir, dass wenn wir die beiden Rennen in die Top Fünf schaffen, es ein guter Start in die Saison werden würde. Am Ende war das Gefühl am Sonntag sehr gut und als wir im zweiten Lauf einen anderen Reifen nahmen, wusste ich, dass ich es schaffen kann.“

Du bist Zweiter der Gesamtwertung. Wie fühlt sich das an?
„Großartig! Es ist gut da oben zu sein. Es liegt immer noch ein Fahrer vor mir, aber das interessiert nur am Ende des letzten Rennens. In der Zwischenzeit werden wir versuchen, die bestmögliche Saison zusammenzubekommen und so oft es geht auf das Podest zu fahren. Noch wichtiger aber wird es sein, alle Fehler zu vermeiden, denn das ist in einer so langen Meisterschaft ein Schlüsselpunkt. Wenn wir das alles zusammenbekommen, brauche ich mir über die Endplatzierung keine Sorgen machen.“

Hast du erwartet, dass dein Landsmann Sylvain Guintoli in Australien so schnell sein würde?
„Wir wussten ja, dass Sylvain in Australien schon immer schnell war, und auch Aprilia. Es war keine Überraschung, dass er dort vorn war. Er hat den Winter über nicht viel fahren können, aber er ist ein sehr erfahrener Pilot und er braucht nicht viel Training, um auf Speed zu kommen.“

Was meinst du, ist es möglich, dass der Titel dieses Jahr eine „French Affair“  zwischen euch beiden wird?
„Ich würde es mir wünschen, das wäre echt cool! Er hat mir auf Twitter eine Nachricht geschickt und gemeint: ‚Lass uns das in Aragón noch mal machen’ und ich hab gesagt ‚OK! Aber dieses Mal tauschen wir die Plätze!’ Es wäre schon cool, wenn zwei Franzosen das ganze Jahr um die WM fighten könnten.“

Als einer der offiziellen Kawasaki Racing Team Piloten musst du Leistung bringen und Punkte holen. Da du jetzt so gut in die Saison gestartet bist, hast du da irgendwie mehr Druck?
„Ich habe wirklich keinen Druck. Ich weiß nicht, ob ich wirklich keinen Druck habe, oder ob ich den einfach nicht spüre. Dank der ganzen Arbeit aus dem Winter, habe ich ein großes Vertrauen in mein Team, mein Motorrad und unsere Fähigkeit, Großes zu erreichen. Ich weiß, dass wenn wir so arbeiten, wie wir sollen, ohne Probleme, dann werden wir um die Spitzenpositionen kämpfen – denn das haben wir im Winter schon. Darum habe ich keinen Druck. Ich habe den vielleicht am Renntag, aber das ist normal und das ist ein guter Druck. Aber im Moment spüre ich nicht mehr Druck, als vielleicht vor ein oder zwei Monaten.“

Da ist eine lange Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Rennen. Was hast du seit Phillip Island gemacht und was machst du in den nächsten Wochen?
„Ich habe mir nach Australien ein paar Tage Ruhe gegönnt und habe dann wieder trainiert. Es ist immer komisch den Auftakt zu haben und dann eine Pause von anderthalb Monaten vor dem zweiten Rennen. Ich freue mich auf die nächsten Tests Ende des Monats und Anfang April. Ich kann es nicht erwarten, noch mal auf meinem Motorrad zu sitzen, ehe es nach Aragón geht. Dort geht die Saison dann richtig los und die Rennen folgen Schlag auf Schlag. Darauf freue ich mich, denn das wird für uns spannend!“

Du hattest letztes Jahr in Aragon gute Ergebnisse: 2. im Qualifying und 5. und 6. in den Rennen – allerdings mit etwas Rückstand. Denkst du, dass du dieses Jahr um das Podest oder gar um den Sieg fighten kannst?
„Es stimmt schon, Aragon war letztes Jahr kein einfaches Wochenende. Meine Rennen waren nicht schlecht, auch wenn ich Lauf 2 aus der Boxengasse aufnehmen musste. Wir hatten viele kleine Probleme. Es ist eine Strecke, wo ich mit der Kawasaki Probleme hatte. Es ist eine tolle Strecke, aber du brauchst vorn extrem viel Vertrauen. Daran haben wir im Winter gearbeitet und ich denke, dass wir um das Podest werden kämpfen können. Dieses Winter bin ich dort bei einem Test die schnellste Zeit gefahren, als auch Aprilia und Honda da waren. Ich fühle mich wohl und wenn wir keinen Fehler machen, kämpfen wir vorn mit.“

Du wirst Ende des Monats in Jerez testen. Auf was konzentriert ihr euch dort?
„Nach einem Monat Pause werden wir endlich wieder auf dem Motorrad sitzen. Wir haben noch ein paar Kleinigkeiten, an den wir arbeiten müssen. Wir müssen Lösungen für ein paar kleine Probleme finden, die wir noch haben. Ich freue mich aber hauptsächlich, endlich wieder zu fahren. Es wird keine großen Updates wie beim letzten Jerez-Test geben, aber wir müssen viele kleine Dinge probieren, die uns dieses Jahr helfen könnten. Dieser Test ist auch deshalb so wichtig, weil er der letzte für eine ganze Weile ist. Wir müssen das Beste rausholen.“